Dienstag, 30. August 2011

Radiointerview mit Christian Vagedes

Radio Corax hat mit Christian Vagedes, dem Vorsitzenden der Veganen Gesellschaft Deutschland, über Vorteile und Vorurteile gegenüber dem Veganismus, Grüne Donnerstage, Trends, gesundheitliche Aspekte, vegane Sportler uvm. gesprochen.
Chris hört sich wie immer nett an, und kann die angesprochenen Vorurteile ganz gut ausräumen. Er redet auch nicht in Kleinschreibung, sodass mir eigentlich gar kein richtiger Kritikpunkt einfällt ;-) Das heißt doch; er macht ein bisschen arg viel Werbung für sein Buch, der Satz "das habe ich auch in meinem Buch geschrieben" fällt für meinen Geschmack ein wenig zu häufig. Aber die 26:06 Minuten Interview sind trotzdem keine verschwendete Zeit.


Montag, 29. August 2011

Wiesenhof will Reportage verhindern

Am Mittwoch, den 31.8. soll ja auf der ARD die Reportage "das System Wiesenhof" laufen. Dass die Ausbeutung von Umwelt, Tieren und Menschen damit publik werden, passt Wiesenhof natürlich gar nicht, und versucht jetzt alles, die Ausstrahlung zu verhindern:


Der Geflügelproduzent "Wiesenhof" kämpft gegen eine kritische Reportage der ARD, die am Mittwoch um 21:45 Uhr gesendet werden soll. Der Titel des Beitrags lautet "Das System Wiesenhof. Wie ein Geflügelkonzern Tiere, Menschen und die Umwelt ausbeutet". Das Unternehmen aus Visbek (Kreis Vechta) reichte Programmbeschwerde ein.
Ein Sprecher des federführenden Südwestrundfunks (SWR) bestätigte am Sonntag in Stuttgart einen entsprechenden Bericht des Magazins "Der Spiegel". Wiesenhof war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Die angekündigten Inhalte verletzten Programmgrundsätze – wie gewissenhafte Recherche, Ausgewogenheit, Wahrheit und Sachlichkeit, moniert Wiesenhof. Man bitte daher um eine kurzfristige, außerordentliche Sitzung des Rundfunkrates. Die Redaktion lasse sich von radikalen Tierschützern instrumentalisieren, so Wiesenhof. Der Vorstandschef des Wiesenhof-Mutterkonzerns PHW, Peter Wesjohann, wehrt sich bereits seit Wochen gegen den Beitrag.


SWR weist Kritik am Beitrag zurück
Ein SWR-Sprecher sagte: "Die Vorwürfe sind haltlos. Es gibt keinen Grund, an dem Beitrag etwas zu ändern." Die Reportage sei journalistisch sauber recherchiert worden und werde wie geplant ausgestrahlt. Eine außerordentliche Sitzung des Rundfunkrates sei nicht vorgesehen. SWR-Intendant Peter Boudgoust werde in den kommenden Wochen einen so genannten "Erstbescheid" abgeben. Möglicherweise werde sich danach der Fernsehausschuss mit dem Fall befassen.
Rund 2.800 Menschen arbeiten für die PHW-Tochter "Wiesenhof". Zum Unternehmen gehören sechs Brütereien, 13 verarbeitende Betriebe – darunter neun Schlachtereien – sowie fünf Mischfutterwerke. Hinzu kommen rund 800 bäuerliche Partnerbetriebe. Jährlich werden rund 240 Millionen Hähnchen vermarktet. Der Umsatz lag 2009/2010 bei 2,1 Milliarden Euro.

Quelle: radiobremen

Eigentlich ist das Verhalten von Wiesenhof sogar zu begrüßen, ohne diese lächerlichen Maßnahmen würde die Reportage jetzt sicher nicht so stark in den Nachrichten thematisiert; sogar die BILD hat ne Schlagzeile drüber!

Hier nochmal das Video zu dem Bericht über die Hühnerquälerei bei Wiesenhof von Report Mainz:





Derweil gibt es übrigens eine Einbruchsserie bei Wiesenhof-Betrieben, es wurde der Verdacht geäußert, Tierrechtsorganisationen könnten etwas damit zu tun haben.

Sonntag, 28. August 2011

tolle Tomaten

Stiftung Ökotest hat für die August-Ausgabe Tomaten getestet.
Das Ergebnis: Alle getesteten Tomaten waren nahezu rückstandsfrei von bedenklichen Substanzen; egal ob Bio oder konventionell. Nur in einer Probe Strauchtomaten von Rewe, wurde ein erhöhter Gehalt des Wachstumsregulators Etaphon nachgewiesen. In drei Proben Bio-Tomaten waren Spuren des (zulässigen) insektenvernichtenden Wirkstoffs Spinosad; beides war jedoch angeblich nicht gesundheitsschädlich. 


Seit dem EHEC-Skandal werden Tomaten ja leider eher misstrauisch beäugt (obwohl sie gar nicht schuld waren! Aber allein der Verdacht und die entsprechenden Warnungen haben sie in Verruf gebracht). Dabei sind sie ein regional anbaubares Gemüse, nicht teuer, lecker, gesund und gerade im Sommer angenehm (Tomatensalat!!!).
Tomaten sollte man übrigens nicht im Kühlschrank lagern, sondern an einem kühlen und trockenen Ort. Waschen vorm Essen nicht vergessen, auch bei Bio!

Samstag, 27. August 2011

Vegetarier sind die netteren Menschen

Das hat eine psychologische Studie der Radboud Universität in Nimwegen und der Universität von Tilburg ergeben.
Schon der Gedanke an Fleisch macht Menschen demnach asozialer und ungehobelter. Testpersonen, die für die Studie ein Bild ansahen, das ein Stück Rindfleisch zeigte, verhielten sich während des Verteilspiels, das danach gespielt wurde, wesentlich egoistischer als die Personen aus einer Kontrollgruppe, die sich ein Bild von einem Baum angesehen hatten.

Sie waren außerdem weniger bereit dazu, jemandem zu helfen und gaben häufiger an, dass sie im Falle eines Brandes als erstes gerettet werden sollten.


Fleisch als Statussymbol

Unsichere Menschen neigen offenbar eher dazu, Fleisch zu bestellen, weil ihnen dies ein Gefühl der Überlegenheit gibt. Laut den vier Wissenschaftlern hat das Verzehren von Fleisch nämlich auch einen symbolischen Wert, berichtet die Nachrichtenagentur Novum.

"Es ist wie das Fahren in einem Hummer oder einem Fiat Panda. Man kommt mit beiden an, aber ein Hummer ist besser", erklärt der Hochschullehrer Roos Vonk. "Fleischesser denken auch eher über Dinge wie Dominanz und Hierarchie nach als Vegetarier."
 Quelle: dnews

Bei dem Wort "Studie" beschleicht mich immer so ein leichter Anflug von Skepsis - Was da so alles festgestellt wird... Aber das Ergebnis hört sich für mich eigentlich ganz plausibel an. Wer sensibel gegenüber Tieren ist, wird es auch gegenüber Menschen sein. Und die Assoziation Fleisch=stark+männlich herrscht allgegenwärtig vor, das sieht man sowohl an der Werbung, als auch bei Grillabenden. Und ne Portion Idealismus muss man auch haben wenn man vegan auf sich nimmt, zumindest wenn man ethischer Veganer ist.
Wobei ich auch zickige Veganer kenne, und auch welche die gerne mal draufhauen... Also so pauschal kann man das glaub ich doch nicht so festmachen.

Freitag, 26. August 2011

PETA-Porno

Dass PETA auf "sex sells" setzt ist ja nix Neues, aber jetzt treiben sie's echt auf die Spitze: Eine Porno-Webseite!

Peta hat sich in den USA die Rechte für eine Website mit der Endung „xxx.“ gesichert. Das „triple-x“ steht für Hardcore-Inhalte, die für Jugendliche strengstens verboten sind. Laut der Nachrichtenagentur Reuters kann die Seite frühestens im Dezember an den Start gehen. Erst dann sind „triple-x-Internet-Domains“ möglich. Geplanter Inhalt der Peta-Porno-Seite: Werbespots mit nackten Tatsachen, Plakate der Serie „Go Veggie“ mit erotisch stilisiertem Gemüse und irgendwo dazwischen Bilder von „investigativen Recherchen in Schlachthöfen“, wie ein Peta-Sprecher auf Anfrage bestätigte. Eine deutsche Version sei aber nicht geplant.
Die XXX-Seite solle weniger Promis als vielmehr „die Mädchen und Jungs von nebenan“ zeigen, berichtete die US-Pressesprecherin Lindsay Rajt der „Huffington Post“. Sie verspricht „genügend Inhalte für Erwachsene, die eine xxx-Endung rechtfertigen.“ Was immer das auch konkret heißt.
Die deutsche Peta-Pressestelle sagt, dass die US-Plattform „keine Porno-Seite im herkömmlichen Sinne sein wird“. Auf der Seite könnten zum Beispiel Werbespots gezeigt werden, die fürs „prüde US-Fernsehen“ zu heftig gewesen seien und deren Ausstrahlung während der „Super Bowl“-Übertragung verboten waren, heißt es. Beim „Super Bowl Sunday“ sitzt ganz Amerika vor dem Fernseher, um das Finale der US-amerikanischen American-Football-Profiliga zu verfolgen. Nicht gezeigt werden durften im Fernsehen unter anderem Werbespots mit den Pornodarstellerinnen Sasha Grey und Jenna Jameson.
Die US-Sprecherin verteidigte die ungewöhnliche Idee in einem Interview. „Gewagte Dinge sind der effektivste Weg, um Aufmerksamkeit zu bekommen.“ Peta würde nicht auf „Nacktheit“ setzen, „wenn wir nicht überzeugt wären, dass es so am besten funktioniert.“ Doch die Aktion ist nicht unumstritten. Erste Facebook-Gruppen kritisieren, Frauen würden für den Tierschutz-Kampf zu Lustobjekten degradiert. Eine amerikanische Zeitung titelte: „Pro-Vegetarier-Gruppe behandelt Frauen wie Fleisch.“

Quelle: derwesten

also ungefähr so:


Wobei das Konzept "Porno für den guten Zweck" nicht neu ist, z.B. gibts die Initiative "fuck for forest" schon länger. Ober der Zweck da wirklich die Mittel heiligt? Und selbst wenn; ob das ganze überhaupt so funktioniert? Ich habe so meine Zweifel, dass man so Leute für den Tierschutz begeistern kann.

Donnerstag, 25. August 2011

TV-Tipp: Mi, 31.August, 21:45 ARD: "Das System Wiesenhof"

Das System Wiesenhof - Wie ein Geflügelkonzern Tiere, Menschen und die Umwelt ausbeutet 
ein Film von Monika Anthes und Edgar Verheyen
Wenn es um Geflügel geht, denken die meisten an Wiesenhof. Dank der Werbung ist die Marke in ganz Deutschland bekannt. Der Konzern hinter Wiesenhof, die PHW-Gruppe, ist Marktführer, produziert mehr als 270 Millionen Hühner pro Jahr. Woche für Woche werden etwa 4,5 Millionen Hähnchen geschlachtet. Das Versprechen: „Wiesenhof setzt seit jeher besondere Maßstäbe in punkto Qualität, Sicherheit und Transparenz."
Top Qualität also zu einem günstigen Preis? Oder sieht die Wahrheit dahinter anders aus? Tierschützer kritisieren die Haltungsbedingungen, werfen dem Konzern Tierquälerei vor. Insider sprechen von Mängeln bei der Hygiene, fragwürdigen Arbeitsbedingungen. Anwohner der Mastanlagen beschweren sich über Gestank und Umweltbelastungen. Die PHW-Gruppe bestreitet das.
Das Kürzel PHW steht für Paul-Heinz Wesjohann, den Firmengründer. Bis heute ist das Unternehmen in der Hand seiner Familie. Welche Rolle spielt er in dem Konzern und wie steht er zu den Vorwürfen?
Die ARD-Reporter Monika Anthes und Edgar Verheyen haben sich über Wochen mit dem Konzern befasst. Sie sprachen mit Landwirten, die für Wiesenhof gearbeitet haben, und Billigarbeitern, aber auch mit Veterinären, Vertretern von Bürgerinitiativen und dem Konzern selbst. Ihre Fragestellung: Funktioniert das System Wiesenhof nur, weil der Konzern Umwelt, Tiere und Menschen ausbeutet? 
Danke für den Tipp, Biggy!

Mittwoch, 24. August 2011

Duckie und Veggie :-)


 Der duckshop hat mir ne Ente geschickt!!! Und was für eine: "Duck a Doodle Doo". Ne Mischung aus Hahn und Ente; ich musst echt ziemlich lachen als ich das Paket aufgemacht hab.
der Duck a Doodle-Hahn
 Land-Federvieh trifft auf schwimmendes Federvieh und heraus kommt die Duckadoodle-Hahn-Badeente. Der Hahn im Körper einer Ente macht nicht nur die Hühner verrückt, sondern verdreht auch den Entendamen den Kopf. Die stolze Hahn-Badeente versäumt kein Schaumbad.

Bei den Rubba Ducks handelt es sich um lustige Design-Gummienten aus den USA. Rubba Ducks sind mehr als normale Badeenten - jede Rubba Duck ist ein Individuum mit eigner Persönlichkeit und einzigartigem Charakter. Jede dieser Enten hat ihren eigenen Namen und ein eigenes Emblem.

Ich hab schon ne ganze Menge Enten; vorwiegend Devil Ducks, ne Camouflage-Ente und eine die im Dunkeln leuchtet. Zwar ohne Badewanne, aber ich halte mein Regal für eine artgerechte Umgebung ;-) Der Duckshop hat ein echt riesiges Sortiment,wer Enten auch nur im entferntesten mag, sollte mal reingucken. Ein Tipp wär auch der twitteraccount vom Duckshop wo öfter mal was verlost wird.



Das war Duckie, und jetzt kommt der Veggie-Content: Ich möchte euch als Surftipp den neuen Veganblog "Lisa Goes Veggie" (Nein, nicht Lisa von den Simpsons, obwohl die auch Veggie ist ^^) mit auf den Weg geben - eine junge Neuveganerin die kocht, einkauft und sich Gedanken macht!Bisher bin ich die einzige Leserin, dabei ist der Blog echt toll; ich finds immer wieder schön zu sehen, wie viel Mühe mit Kochen sich gerade auch Jüngere dabei geben, alles richtig zu machen, das Umfeld aber trotzdem nicht vor den Kopf zu stoßen.
klick aufs Bild, dann kommt ihr zu Lisas Blog

Dienstag, 23. August 2011

Vegan.at-Maga mit "mixed couples"

Ein neues Modewort ist geschafften - "mixed couples" nennt man Pärchen wo die Partner jeweils unterschiedliche Ernährungsweisen folgen. Im aktuellen vegan.at-Magazin (was man sich übrigens kostenlos hier als pdf runterladen kann) ist ein Interview mit drei Pärchen, wo einer der beiden Veganerin ist (es gibt übrigens 3mal mehr Veganerinnen als Veganer). Gefragt wurden die Pärchen nach Problemen in der Familie, wie die Partner die Ernährungsweise des anderen sehen uvm. Da wird von peinlichen Schwiegereltern berichtet, die einfach nicht verstehen, dass Milch und Eier auch Tierprodukte sind, der Fleischesser ist stolz auf den "eisernen Willen seiner veganen Freundin, und die Freundinnen üben sich in Toleranz. Am besten trifft's glaub ich das Zitat von Vroni:

Es tut mir schon sehr weh, dass er, obwohl er so vieles weiß, noch immer Tiere isst. Aber Liebe ist Liebe und wenn man liebt dann liebt man eben.


Online ist das ausführliche Interview; im Heft sind nur Auszüge.

Montag, 22. August 2011

Zombiekatzen-Jubiläum!

Das Zombiekätzchen, deren Blog ich sehr gerne lese, hat ein Jubiläum zu feiern: Der 300. Blogbeitrag! Deswegen gibts ein tolles Gewinnspiel, wo man Preise von Keimling und Roots of Compashion und Alles vegetarisch gewinnen kann. Ich will unbedingt das Bacon-Tshirt!!!

Also alles Gute zum Jubiläum liebes Zombiekätzchen!

Sonntag, 21. August 2011

Entenfüttern ist falsche Tierliebe

Ich war gestern im Park spazieren, da kam mir eine Mutter mit einem Kind entgegen, in der Hand eine Tüte Brot. Ich habe noch überlegt, ob ich ihr sagen soll, dass ein paar Meter weiter ein Schild stand, wo explizit untersagt wurde, die Enten zu füttern, das Ganze mit einer guten Begründung. Dann hab ich's aber doch gelassen, was mich im Nachhinein ziemlich ärgert. Zivilcourage ist unbequem, aber wichtig!
Ich tröste mich damit, dass sie das Schild sowieso gesehen hat, und es ihr egal war. Ich verstehe diese falsch verstandene Tierliebe nicht, die beim Füttern von Tieren zum Ausdruck kommt (ich habe mich hier schonmal darüber ausgelassen), die Argumente sind doch eigentlich einleuchtend:


  • Zum einen sinken die Brotreste, die nicht gefressen werden auf den Gewässergrund. Dadurch können sich gefährliche Bakterien besonders gut vermehren, die als Nervengift wirken und für Enten tödlich sein können.
  • Ein weiterer Grund für das Fütterungsverbot ist, dass sich durch die Fütterung Enten, Schwäne und Blasshühner besonders gut vermehren.Das hat zum einen Nachteile für seltenere Geflügelarten, die nun noch geringere Chancen haben, sich durchzusetzen.Zum anderen kommt es durch die unnatürlich starke Vermehrung von Enten, Schwänen und Blasshühnern zu einer "Überbevölkerung" der Teiche.
  • Viel zu viel Gefieder teilt sich viel zu wenig Raum.
  • Krankheiten treten vermehrt auf, auch größerer "psychischer" Stress belastet die Tiere.
  • Außerdem werden die Tiere durch die Fütterung zahm und verlernen es, sich selbst Futter zu suchen.
  • So niedlich es auch ist, Enten zu füttern. Am Ende tut man ihnen damit leider keinen Gefallen.

Quelle: kinder.de


Ich hab mich eher gefreut, dem Fischreiher zuzusehen, der ruhig am Ufer stand und gelegentlich mit dem Schnabel ins Wasser stieß um die kleinen Fische aus dem Teich zu fangen. Leider hat ihn das Kindergeschrei von dem Quengelbengel, der Brot füttern wollte, verjagt.

Donnerstag, 18. August 2011

Discosweet

Discosweets Accesoires hat mir ein Päckchen geschickt! Discosweets Accessoires, ist ein Onlineshop für ausgefallenen und vor allem niedlichen Schmuck, wobei die Grenze zum Kitsch nicht weit ist, gerade mit diesem Kawaii-Kram kann ich recht wenig anfangen, hübscher finde ich die Tiersachen. Eingeteilt ist der Shop in Kategorien wie Armbänder, Ohrringe und Ketten, Ringe, Brillen, Schönes für die Haare oder Aufnäher, DIY Utensilien.

Der Päckcheninhalt:



In dem Päckchen waren 4 Sternpatches und ein Ring mit Kamera aus Metall. Ich dachte erst "oh je, ein Ring..." - Mir passen Ringe NIE weil meine Finger zu dünn sind. Aber der war zum Glück größenverstellbar. Außerdem waren noch kleine 3D-Aufkleberchen dabei. Ich finds immer nett, wenn man so ein bischen sinnlosen Klimbim mitgeschickt ist.
Leider ist das Papier mit dem die Sachen im Karton verpackt waren, nicht ganz mit drauf; es war pink-rot-kariert. Da musst ich gleich mal lächeln, seeeehr discosweet :-)


Ich bedanke mich bei Discosweet für die tollen Sachen!

Mittwoch, 17. August 2011

der Mythos vom "Frosch im heißen Wasser" lebt...

Aktuell kursiert ein Video zum Überwachungsstaat, in dem die Metapher vom Frosch im heißen Wasser gebracht wird. Die Aussage: Wirft man einen Frosch in heißes Wasser, springt er sofort raus. Erhöht man die Temperatur aber nur langsam, bleibt er drinnen und stirbt an der Hitze. Genauso soll das mit dem Überwachungsstaat sein; wird eine radikale Maßnahme durchgesetzt, ist der Aufschrei in der Bevölkerung groß; werden die Freiheitsrechte aber schrittweise eingeschränkt, merkt es das Volk kaum und bleibt ruhig, bis dann jegliches Freiheitsrecht gestorben ist.



Eigentlich ein treffender Vergleich; nur entspricht das beschriebene Frosch-Verhalten nicht den Tatsachen, wie bei "Zeit: stimmt's?" erläutert wird:

Ich habe nach längerem Suchen tatsächlich einen Zoologen gefunden, der schon einmal im Dienst der Wissenschaft Frösche erhitzt hat: Victor Hutchinson von der amerikanischen University of Oklahoma. Die Amphibien wurden in einen Topf mit Wasser gesetzt, dessen Temperatur pro Minute um ein Grad erhöht wurde. "Wenn die Temperatur steigt, wird der Frosch immer aktiver bei dem Versuch, dem erhitzten Wasser zu entkommen", schreibt Hutchinson. Irgendwann zeigt das Tier dann Zeichen von Hitzestress, und es kommt zu muskulären Spasmen. Diesen Punkt, der schon bei einer Temperatur von unter 40 Grad erreicht werden kann, nennt man auch das "kritische thermale Maximum" - wird das Wasser noch wärmer, dann kommt es zur Hitzestarre und zum Tod.


Fies, aber damit  wäre die Falschheit des Vergleichs belegt. Aber Mythen halten sich bekanntlich hartnäckig.

die VGD hat's auch geärgert

... und ne Stellungnahme zu dem Vegetarier-sind-alledoof-taz-Beitrag, über den ich gestern gebloggt habe, veröffentlicht: 


guten tag frau seeliger,
sie schreiben ernsthaft über tierrechtler_innen: »diese üblen gesell_innen verbreiten gedankengut, das dem prinzip der würde des menschen und dem der gleichheit diametral widerspricht.«
es ist genau umgekehrt. ethische veganer_innen und tierrechtler_innen erweitern die würde des menschen um die würde der tiere. bitte überlegen sie noch einmal genau: tiere empfinden wie menschen schmerzen, sie leiden und sie können lieben. sie wollen ebenso leben und lieben wie wir.
schon heute stimmen die meisten mitmenschen in unserer gesellschaft dieser aussage zu. wir ethischen veganer_innen helfen dabei, das mitgefühl zu den tieren auf die bisherigen (aus)nutztiere zu erweitern. wir bringen liebe in die kühlschränke.
mit dem verweis auf peter singer werfen sie alle tierrechtler_innen und veganer_innen in einen topf. mir missfallen die euthansie-aussagen von singer ebenso wie ihnen und der mehrheit der vegan lebenden menschen und tierrechtler_innen, die ich kenne. aber ihre beleidigungen empören mich ebenso. der spiegel nannte singer einen »kaltherzigen vordenker«. ihre aussagen sind eher gedankenschwach, aber ebenso kaltherzig.
meinen sie das wirklich ernst, dass das »gerede« von vegan nicht angebracht sei in zeiten, in denen menschen in somalia hungern?
für mich war es gerade auch ein wichtiges weiteres argument, auf alle tierlichen produkte zu verzichten, solange alle 15 sekunden ein menschenkind an hunger stirbt. weil wir lieber milliarden unglückliche masttiere füttern, die wir zur welt zwingen, als menschen, die nicht hungern bräuchten, zu ernähren. auch hier drehen sie die sache auf den kopf.
sie diffamieren mit ihrer kolumne mal eben über eine halbe millionen menschen allein in der bundesrepublik als »kinderideologen«. ihre aussage, unser idealismus sei »faschistische ideologie« ist ebenso beleidigend wie primitiv. oder hat die redaktion aus versehen ihren text zum 1. april in der kolumne abgedruckt?
was haben wir ihnen denn getan, dass sie sich zu so etwas hinreißen lassen? wem wollen sie damit gefallen? kann es sein, dass sie sich alles ein bisschen leicht machen?
ist es nicht in wirklichkeit so, dass sie selbst ein schlechtes gewissen haben, indem sie uns als spinner abstempeln, damit sie weiter gedankenlos tiere verspeisen können, weiterhin das leiden von menschen und tieren ausklammern? oder hat man ihnen auf einem bauernhof schon in kindheitstagen jegliches mitgefühl mit tieren abtrainiert?
ihre kolumne erinnert nicht an emanzipativen, alternativen journalismus, sondern eher an das genaue gegenteil davon. aber wenn sie das nächste mal mehr auf ihr bauchgefühl hören, machen sie bestimmt auch gedanklich fortschritte. denn die welt wartet darauf, vegan zu werden. angesichts von 7 milliarden menschen bleibt uns auch gar nichts anderes mehr übrig. ich bin richtig froh, dass ihr leser cem özdemir das vor kurzem klar zum ausdruck gebracht hat.
herzliche grüße
christian vagedes
gründer der veganen gesellschaft deutschland e.v.


Ich mag die VGD ja nicht immer, aber da kann ich mich voll und ganz anschließen!


edit 18.August: Die VGD hat beim Presserat Beschwerde eingelegt. Das finde ich nun doch etwas albern. 

Montag, 15. August 2011

heute schon geärgert?

Dämlicher Blogbeitrag in der taz-Kolumne "Bio": Die Anhänger der Fleischfrei-Religion bezeichnen ihre Gegner als "Mörder". Eine schöne kleine private Bauchreligion mit geschlossenem Weltbild. Verzicht als Konzept. Tierrechtler werden als "radikaler Arm der Vegetarier" bezeichnet, gesteigert noch von der Titulierung "üble Gesellen"
Der Schlusssatz ist die Krönung des Ganzen: 
Denn die Tierrechtler_innen, meist aus der bildungsbürgerlichen Mittelschicht stammend, verstehen es, ihre faschistoide Ideologie hinter freundlichem Mitgefühl für kleine flauschige Kaninchen zu verstecken.


Da hat also jemand so richtig Ahnung. Wenn man Veganer nur aus dem Bilderbuch kennt, dann sollte man keine Kolumne darüber schreiben.

Vegetarier beim "Perfekten Dinner" (19Uhr, Vox)




Diese Woche macht der 47jährige Vegetarier Betram beim "Perfekten Dinner" mit. 


Menü 'Art Menü':
Vorspeise: Selbstgepflückte Erdbeeren auf Rucola-Balsamico-Bett mit angebratenen Sojaschnetzeln und gerösteten Pinienkernen, abgerundet mit Kräutern aus dem heimischen Garten
Hauptspeise: Süßkartoffel-Taler überbacken mit veganem Käse und gerösteten  Sonnenblumenkernen korrespondieren mit panierten Auberginen-Hippen auf knackigen Zuckerschoten-Strahlen. Eingebettet auf einem leichten Curry- Kokosmilch-Spiegel, garniert mit frischen Kräutern und Kapuziner-Kresse-Blüten aus dem eigenen Garten
Nachspeise: Wilde Waldbeerchen verborgen unter einer züchtigen Haube aus leckeren handgedrehten Streuseln, kredenzt mit wildwachsender Zitronenmelisse aus dem Vorgarten


 Ich finds ja irgendwie nervig, wenn alles angepriesen wird mit "selbstgepflückt/wildwachsend/knackig/handgedreht". Da wird das Kochen bewertet und nicht das Pflücken. Er scheint aber ganz sympathisch zu sein; ich befürchte aber, er wird ziemlich als "Spinner" dargestellt werden, zumal er ja bei den anderen irgendwie so gar nix mitessen kann, außer vielleicht die Salatdeko? Und die Intention des Senders war ganz klar, einen Paradiesvogel zu haben, wie man hier nachlesen kann:

"«Die haben angerufen, weil sie für ihre Allgäuer Staffel noch einen bunten Hund suchten», erzählt der 47-jährige Künstler und Mediendesigner. «Die wollen ihre Sendung ja immer möglichst konträr besetzen.»

Seine Angst, wegen seiner Essgewohnheiten als Störenfried herüberzukommen, bestätigte sich nicht. «Die anderen haben vegetarische Varianten für mich mitgekocht.»

Zunächst sah Keller am Drehtag alle seine Klischees über die «im Endeffekt echt netten» Fernsehleute bestätigt. Der ganze Vormittag ging damit drauf, ihn zu filmen, wie er mit dem Motorrad in Thalhofen frische Erdbeeren für seine Vorspeise holte. «Die wollten unbedingt eine Kurve, im Vordergrund eine Kuh, im Hintergrund die Berge», so Keller. Schließlich seien sie in Fechsen fündig geworden."


 Naja, typisch Privatfernsehen... Ich find die Sendung eigentlich ziemlich langweilig, aber diese Woche werd ich wohl trotzdem reingucken.



EDIT: Uuuuuups - Ich hab da was falsch verstanden, er ist kein Veganer, sondern "nur" Vegetarier mit ner Laktoseintoleranz!

Sonntag, 14. August 2011

Bio ist kein Heiligtum




"Bio ist teurer, aber Bio beruhigt das Gewissen" hieß es in dem schon etwas älteren Panorama-Beitrag.Warum?

  • Chemische Pestizide sind bei Bio erlaubt, aber ohne Behandlung geht es nunmal nicht, deswegen wird das "Naturprodukt" Kupfer gespritzt. Kupfer kommt zwar in der Natur vor, ist aber ein giftiges Schwermetall.
  • Die Hühnerhaltung ist an der Auslastung des LKW orientiert, Bio-Betriebedürfen Tausende von Hühner halten - Nach Aussage eines Landwirts ist bei einer solchen Größe keine artgerechte Haltung mehr möglich (Anmerkung: Hühnerhaltung kann NIE artgerecht sein)
  • Zum Schluss wird eine Studie zitiert, nach der Bio nicht wirklich gesünder ist als konventionell.

Fazit: Bio ist zwar besser als konventionell, aber die Erwartungen daran sind viel zu hoch.

Die Leute stellen sich vor, dass die Schachtel Bio-Eier, die im Supermarkt steht, von einem idyllischen Bauernhof im Grünen stammt, wo 10 Hühner zwischen Traktor und Gemüsebeet frei herumlaufen; aber ganz
bestimmt keinen Massenbetrieb mit mehreren Tausend Hühnern.

Ich will Bio nicht schlechtreden, Panorama betont auch immer wieder,dass sie dies gar nicht wollen. Aber man sollte wissen was Bio bedeutet, und dann entscheiden, ob man 1. den meist deutlich höheren Preis dafür
zu zahlen bereit ist, und 2. ob man diese Produkte überhaupt konsumieren möchte, wenn man eine Alternative hat.
Geht es einem wirklich um das Wohl der Tiere, dann kann man meiner Meinungnach nur zu dem Schluss kommen, dass Bio eben NICHT ausreicht: dieTiere werden auf zu engem Raum gehalten, können ihren natürlichen Bedürfnissen nicht genug nachkommen und sind keinesfalls immer draußen im Grünen. Stallhaltung ist auch bei Bio üblich, es gibt lediglich einige Auflagen mehr als bei der konventionellen Haltung (mal abgesehen von dem Tierrechtsgedanken).Und nicht zu vergessen: Auch Biofleisch setzt die Tötung eines
Tieres voraus, daran kann Bio nichts ändern.

Von daher ist Bio nur eine scheinheilige Art, sich ein ruhiges Gewissen zu erkaufen.


In dieselbe Richtung geht auch der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer in seinem Beitrag im Deutschlandradio. Der Typ ist bekannt für seine Polemik und vertritt gerne mal ne komplett andere Meinung als die anerkannte Wissenschaft, deshalb sind seine Statements mit Vorsicht zu genießen. Diesmal greift er aber hauptsächlich die Kritik der Fachpresse der Biobranche auf, insofern scheint schon was dran zu sein:

Sachdienliche Hinweise gibt ein aktueller Beitrag von Ute Knierim von der Uni Kassel, sie ist dort Professorin im Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften. Sie schreibt, es gäbe Betriebe, die ganz legal ihren Kühen den Weidegang verweigern, ja sogar die Anbindehaltung würde noch praktiziert. Sie beklagt "die Mast schnell wachsender Puten, die Ferkelkastration oder das Ausbrennen der Hornanlagen bei Kälbern ohne Betäubung." Alles ganz legal - denn auch der Biolandbau hat seine juristischen Schlupflöcher. Das hilft, die Preise für Bioprodukte niedrig zu halten.

Nicht viel besser geht es den Ökohühnern. Ute Knierim fragt, was der Kunde wohl sagen würde, wenn er wüsste, dass in Biobetrieben Ställe mit 3000 Legehennen stehen. Das wäre nicht weiter bemerkenswert, würde sie nicht Biobetriebe erwähnen, in denen die Anzahl der Hennen "noch viel höher liegt". Wie hoch, darüber schweigt der Dichterin Höflichkeit. Nun wäre auch das nicht wirklich kritikwürdig, wenn es nicht gerade bei den angeblich glücklichen Hennen zu Federpicken und Kannibalismus käme, zu gebrochenen Brustbeinen und zu erhöhten Sterblichkeitsraten - höher als bei konventioneller Haltung.


Passend dazu die Warnhinweisschilder der VGD:





Freitag, 12. August 2011

Donnerstag, 11. August 2011

minimale Modifikation



gefunden auf vegan.ch

auch eine nette Modifikation:


Mittwoch, 10. August 2011

lasst euch nicht verarschen... Studien und Gentechnik

Die Meldung "Wes Brot ich ess..." gibts schon länger, aber ich habe sie jetzt erst in der August-Ausgabe der Schrot&Korn (die übrigens einige vegane Zucchini-Rezepte zu bieten hat) gelesen:


Studien, die von Wissenschaftlern verfasst wurden, die Agro-Gentechnikunternehmen nahe stehen, fallen zugunsten der jeweils untersuchten gentechnisch veränderten Organismen (GVO) aus. Zu diesem Ergebnis kommen portugiesische Wissenschaftler. Sie hatten für ihre in der Fachzeitschrift Food Policy veröffentlichten Arbeit insgesamt 94 Studien unter die Lupe genommen, die sich mit Gesundheitsrisiken oder dem Nährwert gentechnisch veränderter Produkte befasst hatten.
Von diesen 94 Studien ließen 80 ihren Untersuchungsgegenstand in einem positiven Licht erscheinen, zwölf kamen zu einem negativen Ergebnis und zwei waren neutral. An 41 Arbeiten war mindestens ein Mitarbeiter eines Biotech-Unternehmens beteiligt, das an dem GVO ein kommerzielles Interesse hatte. Alle diese Arbeiten fielen positiv aus. Bei den meisten von ihnen fand sich kein Hinweis auf die wahrscheinliche finanzielle Unterstützung durch das Unternehmen. Bei Studien, deren Finanzierung offengelegt war, kamen die Gelder zum größten Teil aus nicht-industriellen Quellen. Dazu zählten staatliche Forschungsprogramme, Universitäten und Stiftungen.
Acht der zwölf Studien mit negativen Ergebnissen (und die zwei neutralen) wurden ausschließlich durch solche nicht-industriellen Geldquellen gefördert. Bei drei von ihnen war die Herkunft der Mittel nicht deklariert. Nur eine Studie mit GVO-nachteiligen Ergebnissen war von einem Industrieunternehmen finanziert worden. Bei allen negativen und neutralen Studienergebnissen waren die Wissenschaftler nicht mit den Industrieunternehmen verbandelt.
Die portugiesischen Forscher kommen zu folgendem Schluss: „Die Ergebnisse zeigen, dass berufliche Verbindungen oder direkte finanzielle Unterstützung wahrscheinlich das endgültige Ergebnis solcher Studien im Sinne des kommerziellen Interesses der involvierten Unternehmen beeinflussen.“

Quelle: Genfoodneindanke


Ich glaub das ist nicht nur bei Gentechnik so - Man denke an die Studien, die besagen, dass Milchtrinker schlanker sind, Milch die Knochen stärkt, Schokolade gegen Herzinfarkt hilft, Kinder gesünder sind wenn sie Babynahrung mit Fleisch bekommen usw.
Hinter vielen Studien stecken auch kommerzielle Interessen; seien es die Wissenschaftler, die um bekannt zu werden, auf Teufel komm raus irgendeine spektakuläre Erkenntnis publizieren wollen, oder ein Hersteller, der seine Produkte vermarkten will, oder ein Verband, der seine Interessen stärken will.

Von daher sollte man "Eine neue Studie besagt, dass...."-Berichte immer kritisch lesen, und hinterfragen, ob da nicht der ein oder andere Fakt ausgelassen wurde, die Studie vielleicht nur ein paar Teilnehmer hatte (oder sogar gar keine, und nur Versuche mit Ratten gemacht wurden), oder nur ganz bestimmte Aspekte beleuchtet, andere aber völlig außer acht gelassen wurden. Was die Medien auch gerne machen, ist, nur einen Teil der Studie wiederzugeben, z.B. "Forscher entdecken: Fleisch ist ungesund" - dabei stand in der Studie, dass nur rotes Fleisch in größeren Mengen für Krankheiten und eine höhere Sterblichkeit sorge, nicht aber weißes Fleisch.
Und auf fast jede Studie kommt mindestens eine Gegenstudie, die das genaue Gegenteil besagt: Soja ist mal gesund, hilft gegen Brustkrebs, Arthrose und Lungenleiden, dann verursacht es Darmkrebs, macht unfruchtbar und dement.

Da sollte man sich nicht verrückt machen lassen, und seinen gesunden Menschenverstand nicht ausschalten. Und der sagt, dass Gentechniken nicht nur gesundheitliche Risiken birgt, sondern v.a. die Natur zerstört!

Montag, 8. August 2011

das ultimative Zeichen dafür dass vegan gut ist

WIR wissen schon lange, dass veganes Essen toll ist und mit Mischkost locker mithalten kann, aber das wird von Omnis/Fleischis gerne mal bestritten ("also ich könnte das ja nicht, da muss man ja auf soooo viel verzichten"/"mir schmeckts halt einfach zu gut, vegan könnte ich nie, da würde mir was fehlen").
Jetzt gibt's den Beweis, dass veganes Essen (zumindest optisch) nicht von unveganem zu unterscheiden ist:

Die Veganrezeptebloggerin von pons massive vegan food blog hat u.a. Bilder von ihrer veganen Lasagne Bolognese in einem Lieferserviceprospekte entdeckt; was nicht nur verboten und dreist ist, sondern irgendwie auch witzig ^^

Sie nimmt's mit Humor und will jetzt sowas wie VeganPlag starten, und die plagiierten Rezeptebilder ausfindig machen:

Zum Schluss dann noch ein überraschender Aufruf:
Sollte jemand in einem Lieferprospekt oder auch direkt in einem Imbiss Bilder von meinem Blog sehen, bitte einscannen/fotografieren und mir schicken!
Ich hab schon überlegt einen Finderlohn auszuschreiben.
Alternativ kann ich ja alle Leute, die zu meinem Nutzungsgebühreinkommen beitragen, zu einem selbstgekochten 3-Gänge-Menu einladen 

Na, bei dem Preis sollte man sich doch ordentlich ins Zeug legen ;-) Die Kontaktadresse findet ihr auf "pons massive vegan food blog"

Samstag, 6. August 2011

aktuelles Lieblingszitat XI

"Alltagsmissionaren kann man ihre Abstinenz schwer übel nehmen, sie tun ja das Richtige. Sie schaffen das, was man sich selbst an Sylvester vornimmt, aber nie einhält. Alltagsmissionare sind bewundernswerte Menschen, nur leider führen sie einem mit aggressiven Methoden die eigene Schwäche vor Augen. Deswegen will man Alltagsmissionare zumindest in Momenten, in denen man sich gehen lassen möchte, nicht in seiner Nähe haben. Ein Alltagsmissionar auf einer Party ist wie Handwerker um sieben Uhr morgens. Sie tun das Notwendige und Richtige – trotzdem möchte man sie im Vorhof der Hölle brennen sehen."

süddeutsche-blog über Leute, die "Tiere essen" gelesen haben und jetzt Vegetarier sind

Freitag, 5. August 2011

Wachmachrausch mit Krautrausch

Die Firma Krautrausch hat mir ein Päckchen geschickt! Drin waren:



Ok, den Tee kenne (und liebe!!!) ich schon, Weihrauch ist mir auch bekannt (erinnert mich an den katholischen Gottesdienst, wo mit Weihrauch gewedelt wird - mmmmhhhhh), aber was ist Guarana??? (Nicht zu verwechseln mit Guano ^^)Ich hab's erst für Tee gehalten, weil auch draufstand, man solle 1 TL des Pulvers in Wasser einrühren. Neugierig wie ich war, habe ich das gemacht, ohne weiter nachzuforschen - eine ganz schlechte Idee. Ich habe das nämlich gestern nachmittag um vier Uhr gemacht. Als ich dann nachdem ich das Zeug getrunken hatte, mal bisi recherchiert habe, was das Zeug ist, da es auch nicht wirklich gut geschmeckt hat, hätte ich mir echt selber den Hintern versohlen können:

Guarana hat eine anregende Wirkung auf den menschlichen Organismus. Im Gegensatz zum Koffein in Kaffee wirkt die dafür verantwortliche Substanz des Guarana aber erst nach und nach. So ist die Wirkung auch viele Stunden nach dem Verzehr noch spürbar.

Ne echte Alternative zu Red Bull
In der Tat, das kann ich bestätigen... Schon ein paar Minuten nach dem Trinken habe ich gemerkt, dass ich nen Push wie nach mehreren Tassen Kaffee hatte. Was total super ist, wenn man das nachmittags trinkt und eigentlich abends normal ins Bett möchte, weil man am nächsten Tag wieder morgends in der Vorlesung sitzt. Von daher sollte man sich den Ratschlag zu Herzen nehmen:


Achtung, Guarana ist sehr stark koffeinhaltig und deshalb nicht für Kinder geeignet! Auch Erwachsene sollten Guarana abends vor dem Schlafengehen besser nicht mehr konsumieren...außer natürlich es ist gewollt lange wach zu bleiben :-) 


Also wenn ich mal wieder ne Nacht durchtanzen will, wird das nochmal eingerührt, aber vorerst habe ich das böse Pulvertütchen in die hintere Ecke meines Teeregals verbannt ^^

Ach ja; ich bin gestern um 11 ins Bett, hab noch ein biserl Fernsehen geschaut und bin dann so gegen Mitternacht eingeschlafen... Der Weihrauch hat mich wieder einigermaßen beruhigt ;-)

Mittwoch, 3. August 2011

Umweltsünde Kassenbons

Nicht nur, dass die Dinger giftig sind (laut einer Studie ist die hormonschädliche und krebserregende Chemikalie Bisphenol A enthalten), sie sind aus Thermopapier was nicht in die Papiertonne sondern in den Restmüll gehört!

Als ich das heute auf Utopia gelesen habe, habe ich ein extrem schlechtes Gewissen bekommen - Ich hab jahrelang immer feinsäuberlich Belege ins Altpapier geschmissen und war auch noch stolz drauf, dass ich so ordentlich trenne....Da hätte ich genausogut Altbatterien in den Müll werfen können, gelangt das Bisphenol A in den Recyclingkreislauf werden Gewässer und Boden belastet, denn das kann im Papierrecyclingprozess nicht rausgefiltert werden.

Am besten lässt man sich überhaupt keine geben, bei vielen Supermärkten und Discountern wird man inzwischen an der Kasse gefragt ob man nen Kassenbon möchte, wenn man nein sagt, drucken die erst gar keinen aus (außer man zahlt mit EC-Karte).
Bei Elektrokram und allem was etwas teurer ist, lässt man sich aber lieber trotz Umweltsünde einen geben, denn wenn man ein Produkt umtauschen möchte, oder Gewährleistung/Garantie geltend machen möchte, braucht man den als Kaufnachweis. Wobei das Aufheben auch problematisch ist, denn bewahrt man den Papierfetzen im Portemonnaie auf, werden die giftigen Substanzen nach und nach freigegeben und "kontaminieren" den restlichen Inhalt.
Mir tun ja auch die Kassierer leid, die damit täglich in Kontakt sind und damit den Gesundheitsgefahren ausgesetzt, ohne dass sie es wissen - und das auch noch bei mieser Bezahlung.

Übrigens sind nicht alle Kassenbons schädlich, Rewe hat z.B. bisphenolfreies Thermopapier.

Dienstag, 2. August 2011

"Heute für Sie im Angebot...."

Geniale Werbung! Der Spot ist nicht umsonst preisgekrönt:




So ne Stimme wünsch ich mir auch an der Fleischtheke!!!

Montag, 1. August 2011

"Tofu: fast wie Fleisch" (aber zum Glück nur FAST)

In der Zeit ist gestern ein toller Artikel über Tofu erschienen. Es geht ausnahmsweise mal nicht ausschließlich um "Wie ahme ich mit Tofu möglichst gut Fleisch nach" sondern hauptsächlich um den Tofu-Boom, das Tofu-Image, Tofu-Geschichte und die aktuelle Tofu-Situation. Natürlich wird Tofu auch laufend mit Fleisch verglichen, dabei schneidet Tofu in jeder Hinsicht besser ab, wobei die Geschmacksfrage offen gelassen wird.


Wusstet ihr, dass man aus 1kg Sojabohnen entweder 100g Fleisch oder 1,8kg Tofu machen kann?




Sooooo süß:

Cartoon von gestrichel.de